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1.06.15 12:06 Alter: 2 Jahr/e

Von: Ulrike Thomas

Gst: Gut besuchter Verbandstag mit vielen Diskussionen um Gebührenerhöhungen


Gut besuchter Verbandstag

Klaus Kazmierczak bedankt sich für die Ehrung

Präsidium

Bei vollem Haus (135 anwesende Vereine mit 242 Stimmen) und schwierigen Anträgen, die bereits im Vorfeld diskutiert wurden, hatte Andreas Kruse die Aufgabe durch den bis 18.40 Uhr dauernden Verbandstag zu führen.

 

Präsident Ulrich Schaaf konnte den Geschäftsführer und Präsidiumsmitglied Detlef Poste des Deutschen Badmintonverbandes (DBV) begrüßen, der einige Grußworte über die Bedeutung des größten Badmintonlandesverbandes NRW für den DBV an die Delegierten richtete. Er gab den Vereinen den Rat, ihre Leistungen und Beiträge einmal auf den Prüfstand zu stellen. Seiner Meinung nach, sind die Beiträge in den Badmintonvereinen viel zu günstig, für die Leistungen (Training, Halle, Organisation) die die Vereine für die Mitglieder erbringen.

 

Die erfreulichste Aufgabe des Verbandstages konnte Präsident Ulrich Schaaf vornehmen, er zeichnete Klaus Kazmierczak (Bezirkswart Süd 1) mit der Ehrenplakette des Verbandes aus.

 

Mit nur vier Gegenstimmen kam es zur Abschaffung der BR in gedruckter Form. Eine Kommission unter der Leitung von Eric Jörg hatte eine Kosten-/ Nutzenrechnung aufgestellt, die angesichts der knappen Kasse wohl keine andere Wahl zuließ. Als Ersatz wird die BR ab 2016 in elektronischer Form zur Verfügung gestellt, hierfür wird eine geringe Mediengebühr erhoben.

 

Die Anträge 1 bis 4 passierten den Verbandstag ohne Diskussion. Der Antrag Nr. 5 (Aufhebung der Beschränkung, dass nur eine Mannschaft pro Verein in der Regionalliga spielen kann) führte zu Diskussionen und Ablehnung des Antrages vom BC Hohenlimburg.

 

Schwerpunkt des Verbandstages und Grund, warum so viele Vertreter der Vereine erschienen sind, waren die vom Präsidium gestellten Anträge zu diversen Gebührenerhöhungen und einer Einmalzahlung. Im Vorfeld gab es bereits dazu große Diskussionen.

 

Präsident Ulrich Schaaf erklärte mit vielen Folien das im Haushalt 2014 entstandene Defizit von 62.615,78 Euro. Geplant war lediglich ein Minus von 15.000,- Euro. Ein Fehler war, dass bei der Planung des Haushaltes eine geplante Stelle nicht berücksichtigt worden ist. Auf der Einnahmenseite fehlen Gelder durch Mitgliederrückgang und weniger Mannschaftsmeldungen. Es fehlt seit Jahren ein Schatzmeister, der die Finanzen des Verbandes kontrolliert. Alle Aufrufe des Verbandes für dieses Ehrenamt blieben erfolglos.

 

Die Vereinsvertreter stiegen in eine sachliche und ausführliche Diskussion ein.

 

Bei der geplanten Einmalzahlung von 1,75 Euro pro Mitglied für 2015 gab es Bedenken, da die Vereine dies in ihren Hauhalten für 2015 nicht berücksichtigt haben und somit in ein Defizit gelangen. Hier gab es dann einen Änderungsantrag auf 1,- Euro. Das Präsidium konnte aber die Delegierten mehrheitlich überzeugen, dass nach dem Defizit 2014 der Ausgleich des Haushaltes 2015 wichtig ist. So wurde der Antrag mit 135 Ja-Stimmen, 18 Enthaltungen und 66 Gegenstimmen mehrheitlich angenommen. Herr Schaaf bedankte sich bei den Delegierten für diese Unterstützung.

 

Die Sonstigen Anträge 3 bis 3e (Erhöhungen der Mannschaftsgebühren und eine neu eingeführte jährliche Spielberechtigungsgebühr für alle Spielberechtigten) wurden sehr lange aber konstruktiv diskutiert. Insbesondere das für und wider Breitensportvereine nicht zu belasten war ein Thema. Viel Gegenspruch gab es beim Antrag zur Einführung einer jährlichen Spielberechtigungsgebühr. Da waren die Delegierten der Meinung, dass dies die Vereine zu hoch belaste. Es wurde vorgeschlagen eine Erhöhung der Ordnungsgebühr für die Nichtteilnahme an Verbandstagen vorzunehmen. Schließlich bat man das Präsidium eine Arbeitsgruppe einzurichten, die ein Gesamtkonzept mit Erhöhungen und Einsparmöglichkeiten vorlegt. Das Präsidium zog den Sonstigen Antrag 3 zurück und will noch in diesem Jahr einen außerordentlichen Verbandstag einberufen. Herr Spies vom BC Herten griff den Antrag wieder auf, weil er der Meinung ist, dass Badminton kein Sport für Arme sei und dem Verband geholfen werden müsste. Da die Delegierten mit der Einsetzung der Kommission und dem Zurückziehen des Antrages eine Kompromiss-Lösung bereits gefunden hatten, wurde der Antrag eindeutig abgelehnt. 

 

Zum Haushaltsplan 2015 kamen weitere kritische Nachfragen, die aber beantwortet werden konnten.

 

Die Delegierten entlasteten das Präsidium und die Referate mit 23 Enthaltungen ohne Gegenstimmen.

 

Einstimmig mit ein paar Enthaltungen wurden auch Vizepräsident Leistungssport und Sportentwicklung, Wilfried Jörres und Referatsleiter Wettkampfsport O19, Miles Eggers gewählt.

Ebenso wurden Monika Schmitz (Vorsitzende der Spruchkammer), Adolf Richard Spies (Ersatzbeisitzer der Spruchkammer), Thomas Möller und Günter Klützke (Beisitzer des Verbandsgerichts) einstimmig wiedergewählt.

Bei den Kassenprüfern wurde Roland Maywald wiedergewählt und neu Alexandra Becker (BC RW Borbeck) einstimmig gewählt. Als Ersatzkassenprüfer wurde Jürgen Meier (BC Phönix Hövelhof) einstimmig gewählt.

 

Ulrich Schaaf bedankte sich beim Arbeitsausschuss Badminton-Rundschau und bei allen Delegierten für die sachlichen und unterstützenden Beiträge zu der schwierigen finanziellen Situation im Verband.

 UT

 

 


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