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< Gst: Die Badminton Rundschau 3/2017 ist da!
7.03.17 09:00 Alter: 22 Tage

Von: Benjamin Tzschoppe

VAL: Riesentriumph für NRW

Deutsche Meisterschaften U15 - U19 vom 17. bis zum 19. Februar 2017 in Bad Vilbel


Knapp 50 Athleten trafen sich am Donnerstag, dem 16. März vor dem Deutschen Badminton-Zentrum in Mülheim, um mit dem altbekannten Reiseunternehmen „Henning“ aus Marsberg und seinem großen Reisebus und einem „kleinen“ 20-Sitzer die Reise nach Maintal anzutreten. Obwohl die Deutschen Schüler- und Jugend-Meisterschaften in der beeindruckenden Sporthalle der Europäischen Schulen in Bad Vilbel stattfand, gastierte das gut 60 Mann/Frau starke TEAM NRW im naheliegenden Maintal, da Bad Vilbel für die Größenordnung kein passendes Hotel hat und weil die Unterkunft in Maintal aufgrund der DBV-Ranglistenturniere bereits bekannt und beliebt ist.

Vor der Abfahrt stand für die drei Landestrainer Fabian Lange, Benjamin Tzschoppe und Chef-Landestrainer Marcus Busch noch gemeinsam mit dem scheidenden Gruppenjugendwart und „Head of Delegation“ Rainer Rohde der Einkauf der Hallenverpflegung für zumindest die ersten anderthalb Turniertage an.

Neben den drei hauptamtlichen Trainern und Rainer fuhren zur Unterstützung des TEAMS noch die beiden Honorartrainer Jennifer Karnott und Daniel Winkelmann, unsere Glücksbringer-Physiotherapeutin Annika Kreischer sowie der Jugendwart Hans-Bernd Ahlke mit nach Hessen.

Der Donnerstagabend wurde dann noch für die Premiere des diesjährigen Team-Videos und zum Einüben der Team-Performance genutzt, bevor am Freitagmittag dann die DM mit dem Mixed startete.

Nach dem obligatorischem Teamspruch des TEAM NRW konnten pünktlich am Freitag um 12.00 Uhr die ersten gefiederten Bälle über die Netze fliegen.

Parallel zum Mixed starteten am Freitag bereits auch die ersten Runden im Einzel. Diese wurden zusammen mit dem Doppel am Samstag fortgesetzt. Sonntag folgten dann noch die Halbfinals im Einzel und im Doppel sowie die Finalspiele aller Disziplinen. Es galt also am Freitagabend und am Samstag eine gute Ausgangsposition für Sonntag herauszuspielen.

U15

Man erwischte einen Start nach Maß: Im Mixed konnten auch die Teamkollegen Daniel Stratenko/Sarah Kathrin Bergedick die Topgesetzten Aaron Sonnenschein/Leona Michalski im Viertelfinale nicht stoppen. Aaron und Leona spielten sich ohne Satzverlust bis ins Finale. Neben diesen beiden Mixed schaffte auch Jannick Mötting mit Partnerin Hannah Jaenichen den Sprung ins Viertelfinale. Dort mussten sie allerdings ihren Gegnern Kian-Yu Oei/Thuc Phuong Nguyen (Gruppe Nord) gratulieren.

Im Mädcheneinzel hatte man mit Setzplatz 1 für Leona Michalski eine topgesetzte Spielerin, aber auch andere Spielerinnen konnten sehr gute Leistungen zeigen. Sarah-Katrin Bergedick zum Beispiel, die direkt in der ersten Runde Thuc Phoung Nguyen, die stärkste Konkurrentin von Leona um den Titel, ausschalten konnte. Eine erste kleine Überraschung aus NRW-Sicht. Sarah konnte sich als ungesetzte Spielerin auch direkt bis ins Halbfinale vorspielen, war also am Sonntag noch im Turnier. Dies gelang – ohne Satzverlust – auch Leona. Ins Viertelfinale schaffte es auch Evrim Düzenli (PSV Gelsenkirchen) die anschließend ihrer Vereinskollegin Leona nach zwei klaren Sätzen gratulieren musste. Im Jungeneinzel ruhten alle Hoffnungen auf den an zwei gesetzten Aaron Sonnenschein. Dieser schaffte, in einem hart umkämpften Viertelfinale gegen Marvin Schmidt (NIS) erwartungsgemäß den Sprung unter die letzten Vier. Aber auch Malik Bourakkadi (1. BV Mülheim), erstmals dabei, schaffte eine kleine Sensation: Von Setzplatz 12 gestartet schaffte auch er den Sprung in die Medaillenränge. In einem starken Achtelfinale konnte er den ein Jahr älteren und international erfahrenden Matti-Luka Bahro (RHP) überraschend ausschalten. „Endlich hat Malik mal seine ganze Leistung abrufen können. Dass er das Potential hat solche Leute zu schlagen, wussten wir eigentlich schon immer. Bisher hat er aber leider diese Leistung im Wettkampf nie abrufen können“ zeigte sich Landestrainer Fabian Lange nach dem Erreichen des Halbfinals zufrieden. Jannik Mötting (TV Refrath) zeigte ebenfalls eine sehr ansprechende Leistung und musste erst nach einem reinen NRW-Viertelfinale Malik Bourakkadi zur Medaille gratulieren.

Von Setzplatz 1 ging auch Sarah-Kathrin Bergedick zusammen mit Leona Michalski im Mädchendoppel ins Rennen. Erwartungsgemäß ungefährdet spielten sie sich bis ins Halbfinale, so dass Leona am Samstagabend noch in allen Disziplinen vertreten war. Sie träumte bestimmt von drei Titeln. Auch im Jungendoppel zeigten die NRWler was in ihnen steckt. Klar, dass Matthias Kicklitz und Aaron Sonnenschein als amtierende 8-Nationssieger ungefährdet ins Halbfinale einzogen. Eine kleine Überraschung war jedoch die Halbfinalteilnahme – und damit die sichere Bronzemedaille – von Malik Bourakkadi/Nils Dubrau (1. BV Mülheim). Eine sehr starke Leistung zeigten auch Ben Gatzsche (BC Beuel) und Partner Daniel Stratenko, die sich ebenfalls ins Halbfinale vorkämpften. Marcello Kausemann und Bennet Peters (beide TV Refrath) mussten aufgrund der unglücklichen Auslosung schon im Viertelfinale gegen das Topgesetzte Paar Aaron und Matthias die Segel streichen. „Marcello und Bennet waren sehr gut drauf, haben einen guten DM-Vorbereitungslehrgang gemacht. Mit einer etwas besseren Auslosung wäre auf jeden Fall eine Medaille drin gewesen“ so Landestrainer Benjamin Tzschoppe zu dem „unglücklichen“ Viertelfinalaus der Beiden.

U17

Im Mixed gab es im Viertelfinale eine kleine Sensation, Marvin Datko (BC Beuel) und Jule Petrikowski (BC Phönix Hövelhof) schalteten die Topgesetzten und klaren Favoriten Lukas Resch (ebenfalls BC Beuel) und Miranda Wilson (BAW) klar in zwei Sätzen aus. „Marvin und Jule haben wirklich gut gespielt, wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt, sie hatten den Sieg mehr verdient als wir. Das einzig Positive ist, dass ich mich jetzt mehr auf meine Kerndisziplin Einzel und auf das Doppel konzentrieren kann“ so die Einschätzung von Lukas nach dem Spiel. Einmal die Nummer Eins ausgeschaltet ging es für Marvin und Jule bis ins Finale. Ebenfalls ins Viertelfinale schafften es Moritz Rappen (BC Beuel) und Laura Weilberg (TV Refrath). Sie mussten sich den favorisierten Mixed Kicklitz/Moszczynski beugen.

Die wohl „schwächste“ Disziplin aus Sicht des NRW-Trainerstabs ist das U17 Mädcheneinzel. „Es war klar, dass es dort schwer werden würde eine Medaille zu gewinnen, da unsere Topspielerinnen Jule Petrikowski und Lena Fischer sich auf die Doppel/Mixed Disziplinen konzentrieren. Dennoch wollen wir probieren die Einzelspezialisten ein wenig zu ärgern“ so Chef-Landestrainer Marcus Busch. Einzig Jule und Lena schafften aus NRW-Sicht auch den Sprung ins Viertelfinale. Jule musste der späteren Silbermedaillengewinnerin Miranda Wilson (BAW) gratulieren. Lena Fischer unterlag der späteren Deutschen Meisterin Ann-Kathrin Spöri deutlich in zwei Sätzen. Besser lief es da schon im Jungeneinzel. Der Topgesetzte Lukas Resch schaffte ungefährdet den Sprung ins Halbfinale und traf dort überraschend auf Teamkollegen Leonard Johnson, der einen tollen Sieg gegen den höher gesetzten Niclas Kirchgeßner (BAW) im Viertelfinale schaffte. Ebenfalls ins Halbfinale spielte sich Chenyang Jiang (FC Langenfeld). Drei von vier Spielern im Halbfinale kommen aus NRW. Das hätte durchaus schlechter laufen können. Im Mädchendoppel starteten Jule Petrikowski und Lena Fischer von Setzplatz 2 ins Turnier. In ihrer Paradedisziplin Doppel konnten beide nun glänzen und spielten sich ungefährdet ohne Satzverlust bis ins Halbfinale vor. Im Jungendoppel wurden Marvin Datko und Lukas Resch ebenfalls ihrer Favoritenrolle gerecht und schafften souverän den Halbfinaleinzug. Dort warteten dann alte Bekannte, erfreulicherweise schafften es Bjarne Pfeil (TSV Heimaterde Mülheim) mit Partner Chenyang Jiang ebenfalls ins Halbfinale. Also mal wieder ein reines NRW-Duell im Kampf um den Finaleinzug. Freuen durften sich ebenfalls Luca Folgmann (1. BV Mülheim) und Moritz Rappen die auch den Sprung ins Viertelfinale schafften. Dort war allerdings gegen die an zwei gesetzten Brian Holtschke/Malte Wagner (BBB) Endstation.

U19

Das Mixed war klar in „NRW-Hand“. So schafften die Topgesetzten Daniel Hess/Yvonne Li ungefährdet den Sprung ins reine NRW-Finale. Dort standen sie der mit Setzplatz 2 ins Turnier gestarteten Paarung Julian Voigt (BC Hohenlimburg) und Judith Petrikowski (BV Wesel Rot-Weiss) gegenüber. Ebenfalls den Sprung ins Viertelfinale schafften Markus Hennes (Spvgg. Sterkrade-Nord) und Lena Seibert, sowie Jan-Colin Völker (HAM) mit Runa Plützer (TV Refrath), Annalena Diks/Tim Fischer (beide BV Wesel). Jan Colin und Runa mussten erst nach einer hochklassigen Partie im Halbfinale ihren Gegnern Daniel und Yvonne gratulieren. Zuvor konnten sie im Viertelfinale Tim und Annalena ausschalten.

Hier wurde Yvonne Li ihrer Favoritenrolle auf eindrucksvolle Art und Weise gerecht. Ergebnisse wie 21:2/21:4 und 21:6/21:6 auf dem Weg ins Halbfinale zeigten eindrucksvoll ihre Dominanz. Ebenfalls den Sprung ins Viertelfinale schaffte Annalena Diks, die dort – leicht angeschlagen – ihrer Trainingsgruppenkollegin Annika Schreiber (SAC) nach großem Kampf, aber zwei Sätzen gratulieren musste. Auch Paula Kick (TV Refrath), eigentlich auf Doppel spezialisiert, zeigte, dass sie auch ein gutes Einzel spielen kann. Sie musste sich im Viertelfinale der späteren Finalistin Stine Küspert (SLH) in drei umkämpften Sätzen geschlagen geben. Bei den Jungs U19 wurde Samuel Hsiao (FC Langenfeld) seiner Favoritenrollen gerecht und zog ungefährdet ins Halbfinale ein. Ebenfalls den Sprung unter die besten acht schaffte Max Kick. Er musste sich dem stark aufspielenden Samuel Hsiao in zwei Sätzen beugen. Dominant zeigten sich auch Yvonne und Judith im Damendoppel. Am Ende stand ein souveräner Halbfinaleinzug zu Buche. Ganz knapp an einem reinen NRW-Halbfinale scheiterten hingegen Runa Plützer/Annalena Diks. 20:22 im dritten Satz gegen die an vier gesetzten Deschle/Spöri hieß es am Ende. Beide zeigten aber einen großen Kampf und große Moral, konnten sie doch beim Stand vom 17:20 im dritten Satz drei Matchbälle abwehren und bei den zahlreichen Zuschauern nochmal für Spannung sorgen. Im Jungendoppel gab es zahlreiche NRW-interne Duelle. Zu den spannendsten zählten die Begegnungen von Tim Fischer/Patrick Scheiel gegen Samuel Hsiao/Markus Hennes. Tim und Patrick konnten die Begegnung mit 17:21/28:26/21:17 für sich entscheiden und heimsten sich damit die begehrte Medaille ein. Im Halbfinale warteten dann die an zwei gesetzten Daniel Hess und Julian Voigt. Nach starkem Spiel gegen Julian Edhofer (BAY) und Max Kick konnte sich ebenfalls Christoper Klauer (BC Beuel) an der Seite von Felix Hammes (RHP) ins Halbfinale spielen.

Finaltag

Traditionell steht der Sonntag im Zeichen der Halbfinal- und Finalspiele. Genau wie am Freitag schwor das TEAM NRW sich nochmal mit dem altbekannten Teamspruch auf die entscheidenden Begegnungen ein. Zehn Titel (von 15 möglichen) und mindestens 20 Medaillen (von 60 möglichen) hatte sich das Team beim Vorbereitungslehrgang selbst als Ziel gesetzt. „Wir hatten am Sonntag schon eine sehr gute Ausgangsposition. Wir waren, außer im Mädcheneinzel U17, in allen Disziplinen noch im Rennen und hatten dementsprechend theoretisch Chancen auf 14 Titel“ so der scheidende Gruppenwart Rainer Rohde am Morgen des Finaltags. Mit Leona Michalski, Aaron Sonnenschein und Yvonne Li hatten sogar noch drei NRW-Athleten Chancen auf den „Hattrick“ also alle drei möglichen Titel zu gewinnen. Die ersten Spiele konnten souverän gewonnen werden. So schaffte Aaron Sonnenschein, genau wie Leona Michalski im Einzel U15 den Finaleinzug, aber auch das Doppel Aaron/Matthias sowie das Mädchendoppel Sarah/Leona konnten ihre Halbfinals für sich entscheiden. Sarah Bergedick verpasste im Mädcheneinzel leider knapp den Finaleinzug, damit gab es leider kein reines NRW-Finale. Schade, aber dennoch eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass Sarah sich als ungesetzte bis ins Halbfinale vorgespielt hatte. Damit war NRW in U15 in allen Finals vertreten. Ähnlich gut lief es in der Altersklasse U17: im reinen NRW-Halbfinale setze Lukas Resch sich erwartungsgemäß gegen Leonard Johnson durch. Chenyang Jiang scheiterte knapp in drei Sätzen an Brian Holtschke. Bronze für Chenyang und Leonard, ein gutes Ergebnis. Lena und Jule ließen ihren Gegnerinnen ebenfalls keine Chance und zogen sicher ins Mädchendoppelfinale ein. Auch Marvin und Lukas erwischten einen guten Tag und setzen sich im NRW-Duell gegen Bjarne und Chenyang durch. In U19 spielte Yvonne weiter in einer anderen Liga. Mit 21:2/21:10 fegte sie ihre Gegnerin aus Bayern vom Platz. Auch Samuel konnte sich in zwei Sätzen mit 21:19/21:9 durchsetzen. Yvonne und Judith schafften den Finaleinzug im Damendoppel ebenso wie Daniel und Julian im NRW-internen Match gegen Tim Fischer und Patrick Scheiel.

Nach den Halbfinals konnte man festhalten: NRW zeigte wieder mal seine Dominanz. Vertreten in 14 von 15 möglichen Finals, ein NRW-internes Finale. Viel besser geht es nicht. Aber jetzt ging es selbstverständlich darum, die vielen Chancen auch in Titel umzumünzen. Leona und Aaron machten im Mixed U15 den Anfang: mit 21:16/21:17 nach einer sehr konzentrierten Leistung wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht. Leider konnte das Aaron im Einzel gegen seinen Doppelpartner Matthias Kicklitz nicht nutzen. „Wenn Aaron gegen Matthias gewinnen will, muss schon alles passen. Gerade im zweiten Satz hatte er durchaus seine Chancen, aber diese leider nicht genutzt. Aaron hat aber gezeigt, dass er im Einzel wieder näher an Matthias rangekommen ist“ so die Einschätzung von Landestrainer Benjamin Tzschoppe. Auch wenn es klar war, dass es jetzt nicht mehr zu drei Titeln für Aaron reichen wird, machte er an der Seite von Matthias im Doppelfinale alles klar und holte damit seinen zweiten Titel in U15. Mixedpartnerin Leona Michalski hingegen machte ein hochkonzentriertes Spiel gegen die stark aufgelegte Caroline Huang im Mädcheneinzelfinale. 21:19/21:17 hieß es am Ende für Leona. Die Erleichterung nach ihrem Sieg war ihr durchaus anzumerken. Dementsprechend „locker“ konnten Sarah und Leona nun ins Mädchendoppelfinale gehen. Gewohnt souverän siegten die Beiden auch hier gegen die Überraschungsfinalistinnen aus Hessen. Somit konnte Leona schon mal drei Titel für sich verbuchen. Besser geht es wirklich nicht. In U17 hatte Lukas die Chance auf zwei Titel. Im Herreneinzel lies Lukas nichts anbrennen und verwies Gegner Brian Holtschke mit 21:15/21:13 auf den zweiten Platz. Genauso gut lief es im Doppelfinale mit Partner Marvin Datko. 21:18/21:18 hieß es am Ende für die zwei NRWler. Im Mixed U17 kam es zu dem Aufeinandertreffen zwischen den Überraschungsfinalisten Marvin Datko/Jule Petrikowski und Matthias Kicklitz/Emma Moszczynski (HAM). Leider mussten Marvin und Jule in einem umkämpften Match ihren Gegner am Ende gratulieren. Im Damendoppelfinale standen sich die beiden Kontrahentinnen Jule und Emma erneut gegenüber. Leider wieder mit dem besseren Ende für Emma (mit Maria Kuse). Mit 21:12 und 21:18 behielten die beiden gegen Lena Fischer und Jule Petrikowski die Oberhand. „Jule kann sehr zufrieden sein, zweimal Silber ist auch ein sehr gutes Ergebnis und zeigt ihre positive Entwicklung im letzten Jahr“ so Chef-Landestrainer Marcus Busch zur Leistung von Jule bei der diesjährigen DM. Der Siegeszug der NRWler setzte sich auch in U19 fort. Yvonne Li deklassierte ihre Finalgegnerin Stine Küspert (HAM) im ersten Satz gerade zu. Nach 21:1 mussten sie die Spielfeldseiten wechseln. Kurios: der Punkt von Stine kam nur durch einen Aufschlagfehler zustande. Aber Stine zeigte trotz des deutlichen Ergebnisses auch im zweiten Satz eine ordentliche Leistung und konnte immerhin sieben Punkte erringen. „Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren mal so eine Dominanz von einem Spieler oder einer Spielerin bei einer Jugend-DM gesehen zu haben“ wunderte sich anschließend Chef-Landestrainer Marcus Busch. Auch im Doppel konnte Yvonne an der Seite von Judith Petrikowski zuschlagen und sicherte sich ihren zweiten Titel. Einzig im Mixed ging es hart umkämpft und eng zu. Hier standen sich in einem reinen NRW-Finale Daniel Hess/Yvonne Li und Julian Voigt/Judith Petrikowski gegenüber. Mit 30:29 ging im letzten Spiel des Turniers der erste Satz an Julian und Judith. Im zweiten Satz drehten Daniel und Yvonne den Spieß dann um und entschieden den Satz mit 21:14 für sich. Im dritten Satz konnten die Zuschauer sich wieder über ein spannendes Ende freuen. Mit 21:18 konnte Daniel, der seit Sommer letzten Jahres den Sprung an den Herrenstützpunkt nach Saarbrücken geschafft hat, sich in seinem letzten Jugendturnier seinen ersten Titel Deutscher Meister sichern. Das zuvor ausgespielte Herrendoppelfinale zwischen Daniel und Julian gegen Hauke Graalmann/Jan-Colin Völker ging leider knapp verloren. „Es war ein wirklich hochklassiges Herrendoppelfinale, leider wollten Daniel und Julian den Sieg zu sehr. Ihnen fehlte einfach die gewisse Lockerheit um hier den Titel zu holen“ so der betreuende Coach Benjamin Tzschoppe direkt nach dem Spiel.

 
Aaron Sonnenschein & Leona Michalski   Lukas Resch
     
 
Matthias Kicklitz & Emma Moszczynski   Yvonne Li


9,5 von 10 angestrebten Titeln standen am Ende zu Buche. Ein sehr gutes Ergebnis für das TEAM NRW. Auch die Gesamtzahl der Medaillen konnte sich mit 23 sehen lassen. Entsprechend emotional ging es bei der Siegerehrung zu. Überaus erwähnenswert die Überreichung des Bernd-Steimle Wanderpokals an Yvonne Li für besonders sportliche Leistung sowie an Daniel Hess. Warum? Weil er einfach ein toller Typ ist...

Ein weiterer emotionaler „Höhepunkt“ war die Verabschiedung des langjährigen Jugend- und Gruppenwarts Rainer Rohde. Schon lange vor dem Event stand fest, dass es leider Rainers letzte Veranstaltung in dieser Funktion sein wird. Das gesamte Team dankte Rainer in einer emotionalen Abschiedsrede für die geleistete Arbeit und die tolle Zusammenarbeit. Rainer, mach es gut, wir werden dich sicher vermissen.



So ging es voller positiver Eindrücke, aber auch mit ein wenig Wehmut in den Bus Richtung Heimat. Vielleicht haben nicht alle ihre Ziele/Träume erreicht, dennoch war es ein tolles Event, bei einem super Ausrichter, das uns sicher noch einige Jahre in Erinnerung bleiben wird.

(SB)


Das habe ich beim Sport gelernt
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