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< RWO19: Auslosung eventueller Aufsteiger
21.03.17 10:30 Alter: 65 Tage

Von: Daniel Winkelmann

VAL: Regen in Hamburg – Sonnenschein bei NRW

Deutsche Meisterschaften U13 am 18./19. März 2017 in Hamburg


Elina Sonnenschein (Foto: Marcus Busch)

Als das Team NRW am Freitagmittag mit 23 Spielern und 5 Trainern von Mülheim nach Hamburg aufbrachen, tat man dies mit sehr hohen Erwartungen. Viele aussichtsreiche Setzplätze und eine ordentliche Auslosung führten dazu, dass man sich in allen fünf Disziplinen Hoffnungen machte, um die Titel mitspielen zu können. Und auch die Stimmung im gesamten Team war von Anfang an sehr positiv gestimmt. So sollte doch auch der Spaß am Wochenende nicht zu kurz kommen.

Die Wettbewerbe starteten dann am Samstag Vormittag zu erst mit den Mixed. Hier war man direkt mit 7 Paarungen vertreten, und man hatte mit Karl Sufryd/Elina Sonnenschein Setzplatz 1 bzw. mit Jarne Schlevoigt/Julia Meyer Setzplatz 2 inne. Jarne und Julia blieben im Halbfinale jedoch unter ihren gesteckten Erwartungen zurück und wurden am Ende Dritte. Karl und Elina schafften es aber ins Finale und schlugen dort am Sonntag eine Paarung aus Berlin bzw. Hamburg in drei Sätzen und wurden somit Deutsche Meister im Gemischten Doppel. Im davor reinen NRW Halbfinale verloren Karim Krehemeier und Sandra Skopek gegen die späteren Sieger und sicherten sich somit ebenfalls Bronze. Somit konnte man mit dem Titel und 2mal Bronze in dieser Disziplin durchaus zufrieden sein.

In den Einzel war man sowohl bei den Jungs sowohl bei den Mädchen mit Karim Krehemeier bzw. Elina Sonnenschein mit den Setzplätzen 1 Turnierfavorit. Karim konnte dieser Rolle leider nicht ganz gerecht werden und unterlag im Halbfinale dem späteren Deutschen Meister aus Hessen in zwei Sätzen. Für eine Überraschung sorgte jedoch Karl Sufryd, der die Gruppenphase souverän dominierte, sich durch die KO-Phase kämpfte und ins Finale einzog. Hier musste er jedoch anerkennen, dass sein hessischer Kontrahent am Ende des dritten Satzes einfach konstanter war und weniger einfache Fehler machte als er. So reichte es im Herreneinzel jedoch nicht zum NRW-Titel sondern nur zu Silber für Karl und Bronze für Karim.

Im Mädcheneinzel lief es besser. Drei der vier Halbfinalteilnehmerinnen kamen aus NRW. Julia Meyer unterlag dort Elina Sonnenschein. Und Sandra Skopek (Setzplatz 11) unterlag der an zwei gesetzten Spielerin in einem guten Spiel in drei knappen Sätzen. Sandra ist jedoch eigentlich noch U12 und kann im nächsten Jahr nochmal versuchen in das Finale einzuziehen. Im Finale konnte Elina zwar nicht ihr eigentliches Leistungsvermögen abrufen, gewann das Finale jedoch in 2 Sätzen und wurde so an diesem Finaltag zum zweiten Mal Deutsche Meisterin.

Im Jungendoppel waren mit Setzplatz 2 Niklas Marczincyk und Jarne Schlevoigt und Nikolas Klauer und Karim Krehemeier mit Setzplatz 3 die aussichtsreichsten NRW-Spieler mit Chance sich aufs Treppchen zu spielen. Niklas und Jarne lieferten sich im Viertelfinale einen wahren Krimi mit den späteren Turniersiegern. Jeder der drei Sätze wurde hier erst in der Verlängerung entschieden. Aber auch die lautstarke Unterstützung der von Außen anfeuernden NRW-Spieler und Eltern konnte nicht zu einem glückliche Ende beitragen. Für Aufsehen sorgte in diesem Spiel auch der Schiedsrichter, den die üblichen Schiri-Ansagen und Etiketten nur wenig zu interessieren schienen. Mit Aussagen wie „14 zu 14. Es ist noch alles drin!“ oder „11 Beide. Päuschen.“ sorgte er bei den Zuschauern für Lacher und Erstaunen gleichzeitig.

Nikolas und Karim scheiterten gegen die selben Gegner im Halbfinale, da sie zu spät zu Ihrem Spiel und die nötige Lockerheit fanden. Für eine Überraschung hätten Nikolai Stupplich und Kilian Lipinsky sorgen können. Diese hatten in der 1.Runde im 2.Satz Matchbälle gegen die an Eins gesetzten und späteren Silbermedaillen-Gewinner. Verloren jedoch dann in drei Sätzen. Somit blieb NRW im Jungendoppel am Ende nur eine Bronzemedaille. Dies war unterm Strich sicherlich das enttäuschendste Ergebnis dieses Turniers.

Im Damendoppel sollte es aber besser laufen. Setzplatz 1 und 2 gehörten dem Team NRW. An Eins Elina Sonnenschein und Julia Meyer und an Zwei Anna Mejikovskiy und Sandra Skopek. Anna und Sandra scheiterten aber bereits im Viertelfinale. Elina und Julia spielten sich aber bis ins Finale und konnten dort nach einigen Startschwierigkeiten das Spiel für sich entscheiden, und wurden Deutsche Meisterinnen.

Das NRW-Trainerteam mit Marcus Busch, Benjamin Tzschoppe, Fabian Lange, Daniel Winkelmann  und Rebecca Woldt konnte dann am Sonntagnachmittag mit den Spielern und sechsmal Bronze, einmal Silber und dreimal Gold die Heimreise antreten.

Für Fabian Lange war dies das letzte Turnier als Teil des Landestrainerteams. Er verlässt den Verband Ende März und tritt eine neue Stelle an.

Als Fazit zog dass Trainerteam, dass man ja eigentlich zufrieden mit 10 Medaillen sein kann. Und auch 3 von 5 Titeln ist ein Resultat das ok ist, auch wenn am Ende dann doch immer noch ein bisschen mehr drin ist. Und man hat auch wieder gesehen, dass vor allem in U13, Setzplätze nicht so eine große Bedeutung beigemessen werden kann wie viele immer glauben. Auch in unserem Sport gibt es Überraschungen und alles ist möglich.

Auch strahlender Sonnenschein bei Dauerregen in Hamburg ;-).

(SB)


Das habe ich beim Sport gelernt
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