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16.01.15 11:00 Alter: 6 Jahr/e

Von: Heinz Kelzenberg

RWO19: Westdeutsche Meisterschaften O19 2015 in Refrath


Katharina Altenbeck

Nur eine Titelverteidigung durch Katharina Altenbeck – BC Hohenlimburg erfolgreichster Verein

Zum „verflixten“ siebten Mal in Folge hatte der TV Refrath die Ausrichtung der Westdeutschen Meisterschaften übernommen. Dabei lag der Termin zum ersten Mal nach einigen Jahren nicht in den Ferien, so dass alle Spieler eine Woche mehr Zeit hatten, sich auf das Turnier vorzubereiten.

Doch genau aus demselben Grund fehlten einige Athleten der Bundesstützpunkte, die zeitgleich in Estland bei den dortigen Internationalen Meisterschaften anzutreten hatten. Auch wenn das höchste und bedeutendste Erwachsenenturnier des BLV-NRW wie immer prächtig vorbereitet und durchgeführt wurde, muss man sich wohl von dem Gedanken verabschieden, dass die Top-Leute der Bundesligisten „freiwillig“ an diesen Meisterschaften teilnehmen.

Für diejenigen, die bereits für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert sind, egal ob durch einen Bundestrainerplatz oder eine gute DBV-Ranglistenposition, ist das Turnier anscheinend nicht prestigeträchtig genug. Athleten wie Mette Stahlberg, Kai Waldenberger, Philip Wachenfeld, Denis Nyenhuis oder Alexander Roovers bilden hier die Ausnahme, wobei letzterer als Titelverteidiger leider kurzfristig gesundheitsbedingt absagen musste.

Dennoch erlebten die zahlreichen Zuschauer am Samstag und Sonntag interessante, spannende Matches und zum Ende auch durchaus sehenswerte Endspiele.

Mixed: Stoppel/Riffelmann die Besten

Mit Blick auf die Setzliste hatte man wohl mit einem Finale der beiden eingespielten Zweitligapaarungen Wachenfeld/Köhler aus Langenfeld und Lohau/Ufermann aus Solingen gerechnet. Doch bereits im Viertelfinale unterlagen die Klingenstädter den starken Mülheimern Hohenberg/Altenbeck, die dann auf dem Weg ins Finale vom Hohenlimburger Mixed Stoppel/Riffelmann abgefangen wurden. In einem spannenden Finale ging es schließlich über drei Sätze, in denen Wachenfeld/Köhler unterlegen waren. Glückwunsch an Fabian Stoppel und Laura Riffelmann, die ihren ersten Titel holten.

Herreneinzel: Kastens der bessere „Oldie“

Nach der Absage von Titelverteidiger Alexander Roovers lautete für die meisten der Finaltipp „Kastens gegen Waldenberger“. Beide Routiniers, 32 bzw. 31 Jahre alt, erreichten schließlich auch das Endspiel, wobei Kastens im Verlauf des Turniers anfänglich Mühe hatte, sich jedoch von Spiel zu Spiel zu steigern wusste. Lokalmatador Kai Waldenberger erreichte problemlos und ohne Satzverlust das Endspiel, hatte dort jedoch in den entscheidenden Situationen beim 20:22 nicht das Quäntchen Glück, welches man brauchte, um an diesem Sonntag den Titel zu holen.  Für den gebürtigen Hamburger Sven-Eric Kastens war dies der erste Titel bei seiner ersten Teilnahme bei Westdeutschen Meisterschaften. Für die größte Überraschung sorgte sicherlich der Refrather Mark Byerly, der am Samstag überragend spielte und als 9/16-Gesetzter das Halbfinale erreichte.

Dameneinzel: „Katta“ Altenbeck gewinnt auch in neuer Rolle

Im letzten Jahr konnte sie noch aus der Position der Außenseiterin frei aufspielen, doch 2015, an Eins gesetzt, war der Druck gewiss etwas höher. Dennoch holte Katharina Altenbeck vom BV Mülheim in letztlich beeindruckender Manier erneut den Meistertitel.

Bis zum Finale hatten sowohl sie als auch Mette Stahlberg (TV Refrath) keinen Satz abgegeben, auch wenn Sarolta Röhrnbacher aus Hohenlimburg der Mülheimerin im Halbfinale alles abverlangt hatte. Stahlberg hatte das Finale nach souveräner Anfangsleistung fast schon in der Tasche, als Altenbeck eine kurze Schwächeperiode ihrer Gegnerin ausnutzte und auch den dritten Satz nach Hause fuhr. Fast unbemerkt kam die junge Laura Müller aus Ostenland ins Halbfinale, hatte sie doch zuvor sowohl gegen Fabienne Köhler als auch gegen Hannah Pohl gewinnen können. Schön, dass es diese Überraschungen noch gibt bei einem so hochrangigen Turnier, zumal Laura als Verbandsligaspielerin in der gesamten Mannschaftssaison ausschließlich im Doppel und Mixed eingesetzt wurde.

Herrendoppel: Favoriten ließen auf der Zielgerade nach

Hier hießen die Favoriten Denis Nyenhuis (Refrath)/Philipp Wachenfeld (Langenfeld), immerhin Nummer 2 der Deutschen Rangliste. Mit Blick auf die Teilnehmerliste war die neu zusammengestellte Paarung Thorsten Hukriede (Wesel)/Alexander Schmitz (Emsdetten) jedoch ebenfalls eine Art Mitfavorit. Letztere erreichten schließlich auch das Endspiel, obwohl sie im Viertelfinale beinah an Mark Byerly/Dominik Scherpen gescheitert wären. Doch keine der favorisierten Paarungen holte am Ende die Meisterschaft. Es war wieder einmal Hendrik Westermeyer (34) aus Hohenlimburg, der die konstanteste Leistung brachte und mit seinem gut aufgelegten Partner Malte Laibacher seinen zehnten Westdeutschen Meistertitel gewann. Für den 21-jährigen Laibacher war es der erste Titel. Der dritte Platz der BCH-Paarung Stoppel/Bald unterstrich, dass gerade in dieser Disziplin in Hohenlimburg hervorragende Arbeit geleistet wird.

Damendoppel: Sieg für Kölling/Stahlberg

Das Damendoppelendspiel war das kürzeste Finale einer langen Meisterschaft. In diesem Match machten die Refratherinnen Hanna Kölling/Mette Stahlberg mit ihren Finalgegnerinnen Laura Ufermann (Solingen)/Fabienne Köhler (Langenfeld) beim 21:15, 21:11 kurzen Prozess. Stahlberg rehabilitierte sich durch ihre erste Westdeutsche Meisterschaft für ihre Niederlage im Einzelfinale, ihre Partnerin hatte bereits 2009 mit Britta Hogrefe gegen Ufermann/Marinello einen Titel holen können. Ebenfalls auf das Treppchen kamen Mantell/Riffelmann aus Hohenlimburg und Hanna Pohl (Beuel) mit der 15-jährigen Runa Plützer aus Refrath, die spontan für Pohls ausgefallene Partnerin Lisa Kaminski eingesprungen war.

Anders als zum Beispiel im Vorjahr, wo sowohl Mark Lamsfuß als auch Linda Efler zwei Titel holten, standen diesmal insgesamt 10 verschiedene Westdeutsche Meister ganz oben auf dem Podium. Dies macht unter anderem den Reiz dieser Veranstaltung aus, auf der auch ohne einen einzigen etatmäßigen Erstligaspieler tolles Badminton gezeigt wurde. Gemessen an den Treppchenplätzen war der BC Hohenlimburg in diesem Jahr der erfolgreichste Verein, gefolgt vom gastgebenden TV Refrath und dem FC Langenfeld.

Ergebnisse ab Halbfinale

HD

HF

Malte Laibacher/Hendrik Westermeyer
(BC Hohenlimburg)

Denis Nyenhuis/Philipp Wachenfeld
(TV Refrath/FC Langenfeld)

23-21 19-21 21-17

HD

HF

Thorsten Hukriede/Alexander Schmitz
(BV RW Wesel/TV Emsdetten)

Christian Bald/Fabian Stoppel
(BC Hohenlimburg)

21-14 21-11

GD

HF

Philipp Wachenfeld/Fabienne Köhler
(FC Langenfeld)

Hendrik Westermeyer/Dana Kaufhold
(BC Hohenlimburg/Bottroper BG)

21-15 21-13

GD

HF

Fabian Stoppel/Laura Riffelmann
(BC Hohenlimburg)

Steffen Hohenberg/Katharina Altenbeck
(1.BV Mülheim)

21-15 21-16

DD

HF

Hanna Kölling/Mette Stahlberg
(TV Refrath)

Runa Plützer/Hannah Pohl
(TV Refrath/1.BC Beuel)

21-13 21-15

DD

HF

Fabienne Köhler/Laura Ufermann
(FC Langenfeld/STC BW Solingen)

Miriam Mantell/Laura Riffelmann
(BC Hohenlimburg)

23-21 21-17

HE

HF

Sven Eric Kastens (FC Langenfeld)

Mark Byerly (TV Refrath)

21-12 21-17

HE

HF

Kai Waldenberger (TV Refrath)

Philipp Wachenfeld (FC Langenfeld)

21-7 21-16

DE

HF

Katharina Altenbeck (1.BV Mülheim)

Sarolta Röhrnbacher (BC Hohenlimburg)

22-20 24-22

DE

HF

Mette Stahlberg (TV Refrath)

Laura Müller (SC BW Ostenland)

21-4 21-7


Finale

HE

F

Sven Eric Kastens (FC Langenfeld)

Kai Waldenberger (TV Refrath)

22-20, 22-20

HD

F

Malte Laibacher/Hendrik Westermeyer
(BC Hohenlimburg)

Thorsten Hukriede/Alexander Schmitz
(BV RW Wesel/TV Emsdetten)

21-18 21-15

DE

F

Katharina Altenbeck (1.BV Mülheim)

Mette Stahlberg (TV Refrath)

17-21 26-24 21-12

DD

F

Hanna Kölling/Mette Stahlberg
(TV Refrath)

Fabienne Köhler/Laura Ufermann
(FC Langenfeld/STC BW Solingen)

21-15 21-11

GD

F

Fabian Stoppel/Laura Riffelmann
(BC Hohenlimburg)

Philipp Wachenfeld/Fabienne Köhler
(FC Langenfeld)

21-19 16-21 21-15


(SB)

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Das habe ich beim Sport gelernt
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