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8.01.18 09:15 Alter: 163 Tage

Von: Heinz Kelzenberg

RWO19: Alte und neue Sieger in tollen Endspielen, die Jugend weiter auf dem Vormarsch

Westdeutsche Meisterschaften O19 in Refrath am 06./07.01.2018


Kai Waldenberger (Foto: Heinz Kelzenberg)

Zum zehnten Mal in Folge richtete der TV Refrath die Westdeutschen Meisterschaften O19 in der Halle Steinbreche aus und dieses Mal gab es eine Rekordbeteiligung. Vor allem am Sonntag reichten die sechs extra von der Firma Yonex zur Verfügung gestellten Spielfeldmatten fast nicht aus, so viele Spielerinnen und Spieler hatten sich qualifiziert und gemeldet.

Da es am Sonntag bis in den frühen Abend ging, war nach einem langen Turniertag leider auch der Zuschauerzuspruch bei den Finalspielen geringer als in den Jahren zuvor. Die Endspiele hatten es jedoch in sich, denn es gab nur eine „halbe“ Titelverteidigung und in zwei Disziplinen feierten die Titelträger ihre erste Meisterschaft.

Den Anfang machte am Samstagvormittag das Mixed, wo die an Eins und Zwei gesetzten Paarungen vom STC Solingen kamen und beide als Dritte nicht das Finale erreichten. Dies bestritten Fabian Stoppel/Laura Striewski aus Hohenlimburg gegen ihren Vereinskameraden Malte Laibacher, der mit Lisa Kamniski aus Beuel antrat. Nach drei langen Sätzen holten sich Stoppel/Striewski ihren zweiten Mixedtitel. In dieser Diszplin gab es keine große Überraschung, denn der Sieg der ungesetzten U19-Paarung Klauer/Molitor (Beuel) über die an 5/8 gesetzten Lohau/Buchelt war eher nicht ganz unerwartet.

Im Herreneinzel überraschten zwei junge Beueler: Christopher Klauer (18) und Lennart Konder (21) standen am Sonntagfrüh im Halbfinale. Für Konder war es nach seinem Wechsel vom BC Remagen zum BC Beuel die erste „Westdeutsche“ und seine Siege gegen die Gesetzten Hohenberg, Laibacher und Rother waren für den ein oder anderen eine Überraschung. Er stand schließlich am Nachmittag im Finale gegen Kai Waldenberger, der am Morgen dem 15 Jahre jüngeren Klauer keine Chance gelassen hatte. Es war die elfte Teilnahme des Refrathers an diesem Turnier insgesamt und er hatte es trotz der ein oder anderen Favoritenstellung noch nie gewinnen können. Ein fünfter Rang und sechs dritte Plätze sowie von 2015-2017 drei Finalniederlagen in Folge standen bislang zu Buche und nicht wenige freuten sich darüber, dass der Routinier diesmal den Titel gewinnen konnte: Mit 21:9, 21:8 ließ er Konder keine Chance und sank nach dem verwandelten Matchball sichtlich gerührt auf die Knie.

Im Dameneinzel spielten sich wie in den letzten Jahren jüngere Spielerinnen in den Vordergrund, doch die Westdeutsche Meisterin von 2014 und 2015, Katharina Altenbeck war eine Klasse für sich. Ohne Satzverlust schlug sie im Halbfinale die erst 16-jährige Sarah Bergedick, bevor die sich im Endspiel gegen ihre Vereinskameradin Jasmin Wu durchsetzen konnte. Mit der ebenfalls 16-jährigen Leona Michalski aus Sterkrade sowie der 18-jährigen Annalena Diks aus Beuel standen zwei weitere Jugendspielerinnen immerhin im Viertelfinale.

Auch im Herrendoppel machte die Jugend auf sich aufmerksam. Marvin Datko/Christopher Klause (Beuel) schlugen gleich in Runde Eins die Refrather Bundesligaspieler Nyenhuis/Schwenger, immerhin an Zwei gesetzt und Mitfavoriten. Wie im Herreneinzel standen hier schließlich zwei an 5/8 gesetzte Paarungen im Halbfinale. Die Youngsters Patrick Scheiel/Jan Colin Völker (Beuel/Refrath) hatten gegen die Titelverteidiger Thorsten Hukriede/Hendrik Westermeyer den Sieg eigentlich schon auf dem Schläger. Doch die beiden Routiniers kämpften sich im vielleicht besten Spiel des gesamten Turniers nach 6:12 und 9:14-Rückstand im harten dritten Durchgang ins Endspiel. Dort trafen sie für viele überraschend auf Pasquale Czeckay/Martin Kretzschmar (Mülheim/Witzhelden). Wieder drehten Hukriede/Westermeyer im zweiten Satz eine schon verloren geglaubte Partie, hatten dann im dritten Durchgang jedoch nicht mehr genug zuzusetzen, um den Überraschungstitelgewinn von Czeckay/Kretzschmar zu verhindern.

Im Damendoppel ging wie in keiner anderen Disziplin die Setzliste nahezu perfekt auf. Die Topgesetzten waren im Halbfinale, wo sich sowohl Kaminski/Striewski als auch Bytomski/Altenbeck recht sicher durchsetzten. Der dritte Platz der Refrather U19-Paarung Kick/Plützer war der Lichtblick aus Sicht der Jugend und in einem späten Dreisatzendspiel setzte sich schließlich die Beuel/Hohenlimburger Paarung, die zuvor noch im Mixedfinale gegeneinander gespielt hatte, gemeinschaftlich durch. Für Lisa Kaminski war es der dritte Doppeltitel in Folge, die beiden zuvor hatte sie mit ihrer Stammpartnerin Hannah Pohl geholt, die diesmal verhindert war. Katharina Altenbeck, die als eine der ganz wenigen Top-Spielerinnen alle drei Disziplinen gemeldet hatte, war in ihrem 12. Turnierspiel kräftemäßig sichtbar am Ende.

Die Siegerehrungen bildeten einen feierlichen Abschluss einer schönen Veranstaltung. Referatsleiter Miles Eggers ehrte gemeinsam mit Vizepräsident Guido Schänzler nicht nur die Medaillengewinner, sondern auch die Spielerinnen und Spieler, die ihre ersten Meistertitel gewonnen hatten mit den Leistungsnadeln des BLV-NRW. Dies waren Kai Waldenberger sowie Pasquale Czekay und Martin Kretschmer, die alle drei von lautstarken Fanblocks bejubelt wurden, weil man ihnen ganz besonders den Turniersieg gegönnt hatte.

Die Meisterschaften 2019 finden aller Voraussicht nach erneut in Refrath statt.

Zur Übersichtsseite WDM 2018 in Refrath mit allen weiteren Informationen

(SB)


Das habe ich beim Sport gelernt
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