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27.02.19 09:00 Alter: 85 Tage

Von: Claudia Pauli, Pressesprecherin DBV

INT: Mehrere knappe Niederlagen, eine Aufgabe und ein „kampfloses“ Weiterkommen

YONEX German Open 2019 vom 26. Februar bis zum 3. März 2019 in Mülheim an der Ruhr


Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich mussten gleich zu Turnierbeginn gegen die Weltranglistenvierten aus Thailand antreten. (Foto: Claudia Pauli)

Unglücklicher Auftakt für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bei den extrem stark besetzten YONEX German Open Badminton Championships 2019 (26. Februar bis 3. März) in Mülheim an der Ruhr: Von den insgesamt sieben Spielen mit deutscher Beteiligung am ersten Veranstaltungstag (Dienstag, 26. Februar) gingen sechs Matches verloren – vier in der Qualifikation und zwei im Rahmen des Hauptturniers. Ein Damendoppel des DBV rückte hingegen von der Qualifikation ins Hauptfeld, ohne zuvor auf dem Court aktiv geworden zu sein.

Herreneinzel

Fünf Ballwechsel konnte Lokalmatador Alexander Roovers vom 1. BV Mülheim (Weltranglistenplatz 82) in der ersten Runde der Qualifikation im Herreneinzel nur spielen. Dann musste er seinem Gegner Eetu Heino (Finnland; Weltranglistenplatz 79) den Sieg „kampflos“ überlassen: Die Kniebeschwerden, mit denen sich der 31-Jährige bereits seit mehreren Wochen plagt und aufgrund derer er zuletzt auf mehrere bedeutsame Wettkämpfe – darunter die Deutschen Einzelmeisterschaften in Bielefeld (31. Januar bis 3. Februar), bei denen er an Nummer eins gesetzt war – verzichten musste, kehrten zurück. „Bei den Übungen im Training war ich in den vergangenen Tagen schon wieder schmerzfrei, sodass ich mich sehr gefreut habe, doch beim Heimturnier antreten zu können. Die YONEX German Open zu spielen, ist immer besonders schön. Leider traten die Schmerzen bei einer Drehung bei einem Schlag im Hinterfeld wieder auf. Weiterzuspielen war danach nicht möglich“, so der angehende Lehrer für Mathematik und Sport. Nun steht für Alexander Roovers erst einmal wieder Kraft- und Aufbautraining auf dem Programm – in der Hoffnung, dass die Beschwerden dadurch bald abklingen.

Herrendoppel

Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath; Weltranglistenplatz 90) verloren ihr Qualifikationsmatch gegen die Polen Milosz Bochat/Adam Cwalina (Weltranglistenplatz 69) wenige Stunden später mit 18:21, 14:21. Im Falle eines Sieges hätten die DM-Dritten von 2018 und 2019 im Herrendoppel in der ersten Runde des Hauptturniers ihren Nationalmannschaftskollegen Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 28) gegenübergestanden. Bjarne Geiss und Jan Colin Völker waren von der Reserveliste in die Qualifikation nachgerückt, nachdem zwei Paarungen für die Qualifikation zurückgezogen hatten.

Es war für uns kein gutes Spiel. Die Polen haben es ganz clever gemacht und wir haben es ihnen auch relativ leicht gemacht, mit vielen Fehlern. Es ist ärgerlich“, fasste Bjarne Geiss zusammen. Der 21-Jährige ergänzte: „Im ersten Satz waren wir dicht dran, sie zu schlagen. Es ist nicht so, dass sie so überragend sind. Aber heute war es einfach kein gutes Spiel. Unsere Vorbereitung hätte besser sein können. Wir sind gestern Abend erst spät angekommen, weil wir ja in das Turnier kurzfristig reingerutscht sind.“

Daniel Hess/Jones Jansen (1. BC Beuel/1. BC Wipperfeld) boten speziell im zweiten Satz ihrer Begegnung mit den Thailändern Inkarat Apisuk/Tanupat Viriyangkura (Weltranglistenplatz 51; Setzplatz 2 in der Qualifikation) eine gute Leistung, mussten sich den Asiaten in der Herrendoppel-Qualifikation letztlich aber mit 11:21, 22:24 geschlagen geben.

Wir kommen beide aus einer längeren Verletzungspause und haben zudem noch gar nicht zusammen bei einem Turnier gespielt. Wir konnten auch kaum zusammen trainieren, sodass die Abstimmung gefehlt hat. Der erste Satz war eindeutig, den zweiten Satz haben wir nur knapp verloren. Wenn die Abstimmung besser gewesen wäre, hätten wir gut noch einen dritten Satz spielen können. Es hat uns beiden Spaß gemacht“, so Daniel Hess und Jones Jansen.

Damendoppel

Das Damendoppel Olga Roj (geb. Konon) und Franziska Volkmann verpasste den Einzug ins Hauptfeld ebenfalls knapp. In der Qualifikation unterlagen die Vereinskolleginnen beim Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim den Däninnen Alexandra Bøje/Rikke Søby (Weltranglistenplatz 332) mit 22:20, 16:21, 14:21.

Wir haben erst zweimal zusammengespielt. Ich habe meine internationale Karriere eigentlich schon beendet und bin nur hier, weil Franziska Lust hatte, hier Doppel mit mir zu spielen“, erläuterte die 29 Jahre alte Olga Roj. „Wir waren zu hektisch, uns hat die Abstimmung gefehlt, weil wir eben bislang kaum zusammengespielt haben, und wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Der erste Satz war ausgeglichen, im zweiten und im dritten Satz war die ‚Luft raus‘. Aber es hat Spaß gemacht“, meinte das Duo.

Linda Efler und Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 44) brauchten hingegen wider Erwarten kein Qualifikationsspiel zu bestreiten. Bedingt durch die Absage eines Damendoppels, das im Hauptfeld stand, rückten die in der Qualifikation an Nummer eins gesetzten Deutschen Meisterinnen ins Hauptturnier nach. Darin treffen sie in der ersten Runde auf die amtierenden Europameisterinnen Gabriela und Stefani Stoeva aus Bulgarien. Die Schwestern werden im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF derzeit an Position acht geführt und sind in Mülheim an Nummer sieben gesetzt.

Mixed

Anders als in den anderen Disziplinen, wurde im Mixed am ersten Veranstaltungstag neben der Qualifikation auch schon ein Großteil der Erstrundenmatches im Rahmen des Hauptturniers ausgetragen.

Die Deutschen Meister Marvin Seidel/Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 22) unterlagen in ihrer Auftaktpartie Mikkel Mikkelsen/Mia Surrow (Weltranglistenplatz 47) mit 17:21, 21:15, 15:21 und mussten sich damit im insgesamt dritten Vergleich mit den Dänen erstmalig geschlagen geben. „Wir sind alles in allem völlig unzufrieden mit unserem Spiel. Wir sind schlecht reingekommen, haben aber im zweiten Satz zum Schluss gut aufgeholt und hätten auch mit breiter Brust in den dritten Satz gehen können. Da sind wir allerdings eingebrochen. Zwar konnten wir dann noch einmal gut zurückkommen, dies hat aber letztlich nicht gereicht, weil wir nicht aggressiv genug gespielt haben. Das war insgesamt nicht unser Spiel heute“, zogen Marvin Seidel und Linda Efler ein Fazit.

Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 20) vergaben in ihrem Aufeinandertreffen mit den an Position zwei notierten Weltranglistenvierten Dechapol Puavaranukroh/Sapsiree Taerattanachai aus Thailand im zweiten Durchgang drei Satzbälle und erlitten letztlich eine 14:21, 20:22-Niederlage. „Nach dem ersten Satz haben wir unser Stellungsspiel ein bisschen variiert und unseren Gegnern etwas Zeit ‚gestohlen‘. Dadurch sind wir besser in Fluss gekommen. Durch einfache Fehler haben wir den zweiten Satz am Ende verschenkt. Wir können uns aktuell selbst nicht erklären, wie es dazu gekommen ist“, sagten die amtierenden EM-Dritten enttäuscht.

Start ins Turnier am Mittwoch

Am zweiten Veranstaltungstag (Mittwoch, 27. Februar) wird im Herreneinzel, im Dameneinzel, im Herrendoppel und im Damendoppel die erste Runde des Hauptturniers ausgetragen. Zudem stehen die übrigen vier Auftaktmatches im Gemischten Doppel auf dem Programm.

Seitens des DBV bestreiten Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 48) im Dameneinzel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 28) im Herrendoppel sowie Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim; Weltranglistenplatz 36) und Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 44) im Damendoppel am Mittwoch ihre jeweils erste Partie bei den YONEX German Open 2019.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland, bei denen die Firma YONEX im Jahr 2019 zum 33. Mal in Folge als Haupt- und Titelsponsor fungiert, finden sich auf der Veranstaltungswebseite unter www.german-open-badminton.de. Dort sind auch alle Ergebnisse erhältlich.

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(SB)


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