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1.09.20 14:00 Alter: 20 Tage

Von: Tanja Dickmann

RLA: Remember - Sommer Juniortrainer 2020 in Hamm

Wir erinnern uns gerne!


Am 29.Juni 2020 begann für einige Badmintonspieler aus ganz NRW eine spannende Zeit im Schloss Oberwerries in Hamm.

Diesmal als Coaches mit dabei: Heinz Kelzenberg, Daniel Stark, Thilo Mund, Vasily Kuznetsov und Lea-Lyn Stremlau. 10 Tage hatten die Jugendlichen Zeit, sich als Person, als Trainer und auch als Spieler weiterzuentwickeln, und an den letzten Tagen ihr Können bei einer theoretischen, wie praktischen Prüfung unter Beweis zu stellen.

 

Der erste Tag: Um 11 Uhr sollte der Lehrgang starten und vorher mussten noch die Zimmer bezogen werden. Dank Corona, bekam jeder ein Einzelzimmer, man musste sich in den Fluren, im Speisesaal und an der Essensausgabe mit Mundschutz bewegen, im Speisesaal galt die Sitzordnung, welche am ersten Tag gewählt wurde und dann für die restlichen zehn Tage galt.

Die Teilnehmer*innen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Um 11 Uhr trafen wir – die Mitglieder des Lehrgangs – uns dann zum allerersten Mal vor der Halle. In den jweiligen Gruppen wurde sich dann vorgestellt und wir erhielten den Trainingsplan.

Dieser Plan sah im Großen und Ganzen fast jeden Tag gleich aus: morgens Frühstück, dann Training/Theorie, Mittagessen, Training/Theorie, Abendessen und dann noch einmal Training oder Theorie. Um spätestens 22 Uhr war unser normaler Tag beendet und wer Lust hatte, konnte noch bis kurz vor zwölf in der Halle bleiben, denn dann galt die Nachtruhe.

 

Doch nicht jeder Tag des Lehrgangs war gleich. Es gab zwischendurch ein paar besondere Tage.

Der Mittwoch der ersten Woche, der Donnerstag, der Samstag und natürlich die beiden Prüfungstage.

Der erste Mittwoch: Dort hatten wir von 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr eine recht lange Pause, die es uns ermöglichte, zusammen – wenn auch mit Sicherheitsabstand – Spiele zu spielen, etwas in der Halle zu machen, einfach mal zu chillen oder aber zum Einkaufen zu fahren.

Am Donnerstag stand dann nach dem Abendessen eine kontaktfreie Jugendherbergsolympiade an, wobei das „kontaktfrei“ in unserem Plan ebenfalls dick unterstrichen war: Corona lässt grüßen. Für die Olympiade wurden wir dann in vier Teams eingeteilt. Wir zogen uns in unseren jeweiligen Teams alle gleichfarbige Sachen an und überlegten uns einen Teamspruch, denn das gab Extrapunkte. Es führte allerdings auch dazu, dass fast jede Gruppe am Ende schwarz trug und sich manche Gruppen Teamsprüche überlegten wie: „Die Teigtaschen werden euch vernaschen“ oder ganz einfach „Wir sind die Nummer eins“. Dann begannen die Spiele. Wir verausgabten uns beim Biathlon, eine Mischung aus Laufen, Werfen und Treffen, entdeckten ungeahnte Talente beim Schere/Stein/Papier-Spielen und zockten gegnerische Mannschaften beim Rundlauf im Vorderfeld ab.

Der Samstag kam, und somit auch das von uns heiß ersehnte Bergfest, welches wir zur Übung für Eventplanungen im Verein direkt selbst planen durften. Es wurde gegrillt, gelacht und am Ende auch mal geschimpft, wenn sein Team bei einem der Spiele verlor.

Und manche wurden am Ende ziemlich nass: Bei einem Schätzspiel mit Fragen rund ums Badminton durfte die Mannschaft, die mit ihrer Antwort näher an der Lösung dran war, die Verlierer mit einem halben Becher Wasser nass machen. Dumm nur, dass keiner daran gedacht hatte, Handtücher für den nachher ziemlich nassen Hallenboden mitzunehmen, aber auch dieses Problem wurde gelöst.

 

Nach diesem schönen Wochenende standen dann die beiden Prüfungstage vor der Tür. Wir hatten für die praktische Prüfung, bei der wir vier Kindern einen bestimmten Schlag oder eine bestimmte Lauftechnik beibringen sollten, bereits am Samstag Zettel mit unseren jeweiligen Themen bekommen. Dazu mussten wir eine Trainingseinheit von sechzig Minuten mit Übungen, Spielen, etc. füllen. In den Jahren vor Corona ist es immer so gewesen, dass vier jüngere Kinder, im Alter von U11 oder U13 zu Besuch kamen, und man sein Trainingskonzept mit diesen Kindern vorführen musste.

Doch durch Corona war das in diesem Jahr nicht möglich und somit stellten wir unseren Trainingsablauf einfach mit vier anderen Lehrgangsteilnehmern vor. Wer durchfiel, weil er im schlimmsten Fall z.B. die falschen Übungen für sein Thema aufgeschrieben hatte, oder weil er einfach nicht dazu in der Lage war, Motivation und Leidenschaft zu vermitteln, der durfte, nachdem alle Prüflinge einmal durch waren, seine Prüfung wiederholen.

 

Am Mittwoch kam er dann, der Abreisetag und die theoretische, wie mündliche Prüfung.

Bei dieser konnte man sich aus 130 Fragen rund ums Badminton eine aussuchen: Man sagte eine Zahl und bekam die entsprechende Frage dazu. Entweder es war eine normale Frage oder aber man bekam ein Video gezeigt, auf dem eine Person Schläge, Laufwege oder Lauftechniken vormachte und man sollte einen Fehler erkennen. Man musste insgesamt zwei normale und eine Videofrage richtig beantworten, dann war man durch und hatte die Prüfung bestanden. Beantwortete man eine Frage falsch, wartete man, bis man wieder an der Reihe war, und bekam eine neue Frage. Insgesamt waren 2 Fehler erlaubt, es standen einem also fünf Fragen zur Verfügung.

 

Nachdem alle ihre Prüfung geschafft hatten, trafen wir uns ein letztes Mal in einem Unterrichtsraum. Wir besprachen noch einmal Dinge des Lehrgangs und gaben Feedback. Am Ende bekam jeder von uns ein T-Shirt, dass uns als Juniortrainer oder Trainerassistent auszeichnete:

Jetzt sind/waren wir alle Juniortrainer und die Freude groß!

 

 

Angelina & Antonia / SC 28 Nordwalde

 

 


Das habe ich beim Sport gelernt
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